Zahnarztpraxis im Brunnenviertel

Schienentherapie in Berlin

Individuelle Aufbissschienen bei funktionellen Beschwerden

Individuell angefertigte Aufbissschienen können bei bestimmten funktionellen Beschwerden des Kausystems eingesetzt werden. Dazu zählen je nach Befund unter anderem Kiefergelenk- oder Kaumuskelschmerzen, eingeschränkte Unterkieferbewegungen sowie Beschwerden im Zusammenhang mit Zähneknirschen oder Pressen.

In der Zahnarztpraxis im Brunnenviertel in Berlin untersuchen wir zunächst, welche Strukturen an den Beschwerden beteiligt sein könnten. Denn nicht jedes Knacken im Kiefergelenk und nicht jeder Kopf- oder Gesichtsschmerz erfordert eine Schiene.

Wenn eine Schienentherapie geeignet ist, fertigen wir die Schiene passend zur individuellen Kiefer- und Bisssituation an. In unserer Praxis kommen sowohl analog gefertigte als auch 3D-gedruckte Schienen zum Einsatz.

Bei welchen Beschwerden kann eine Schiene infrage kommen?

Eine Schienentherapie wird nicht allein nach einem einzelnen Symptom begonnen. Entscheidend sind die funktionelle Untersuchung, der Befund und die Frage, welches Therapieziel mit der Schiene erreicht werden soll.

Kiefer- und Kaumuskelschmerzen

Bei bestimmten craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) können individuell angepasste Okklusionsschienen dazu beitragen, Schmerzen zu reduzieren und die schmerzfreie Beweglichkeit des Unterkiefers zu verbessern.

Zähneknirschen und Pressen

Bei Bruxismus können Schienen je nach Zahnstatus und Beschwerdebild eingesetzt werden. Sie können die Zähne vor direktem Kontakt und weiterem Verschleiß schützen. Bruxismus selbst hat jedoch unterschiedliche Ursachen und lässt sich nicht allein durch eine Veränderung des Bisses „heilen“.

Bewegungseinschränkungen und Kiefergelenkbeschwerden

Eine eingeschränkte Mundöffnung, Schmerzen bei Kieferbewegungen oder bestimmte Kiefergelenkbefunde können Teil einer CMD sein. Reines Gelenkknacken ohne Schmerzen oder Funktionsstörung muss dagegen nicht automatisch behandelt werden.

Wie läuft eine Schienentherapie ab?

Die Behandlung beginnt mit der Diagnostik. Erst danach wird entschieden, welche Art von Schiene sinnvoll ist und wie sie getragen werden soll.

01

Untersuchung

Wir erfassen Ihre Beschwerden und untersuchen Zähne, Kaumuskulatur, Kieferbewegungen, Kiefergelenke und die Bisssituation.

02

Planung & Anfertigung

Wenn eine Schiene angezeigt ist, wird sie passend zu Ihrer Kiefersituation geplant und individuell angefertigt. Je nach Verfahren kann dies analog oder digital mit 3D-Druck erfolgen.

03

Eingliederung

Die fertige Schiene wird eingesetzt und auf Sitz sowie Kontakte geprüft. Sie erhalten konkrete Hinweise dazu, wann und wie lange sie getragen werden soll.

04

Kontrolle & Anpassung

Bei Kontrollterminen beurteilen wir Beschwerden, Passung und Funktion der Schiene. Falls erforderlich, wird sie angepasst oder das Behandlungskonzept ergänzt.

Schienentherapie ist mehr als ein „Mundschutz“

Aufbissschienen unterscheiden sich in ihrer Gestaltung und ihrem therapeutischen Ziel. Eine Schiene für funktionelle Beschwerden wird deshalb nicht einfach nach einem Standardschema eingesetzt, sondern passend zur Diagnose ausgewählt.

Bei längerfristiger Anwendung ist eine fachliche Kontrolle wichtig. Je nach Schienentyp können bei ungeeigneter Anwendung unerwünschte Veränderungen der Zahnkontakte oder Zahnbewegungen auftreten. Tragezeit und Kontrollintervalle sollten deshalb nicht eigenständig verändert werden.

Bei CMD können neben einer Schiene weitere Maßnahmen sinnvoll sein, beispielsweise Aufklärung über belastende Gewohnheiten, Eigenübungen oder je nach Befund eine interdisziplinäre Mitbehandlung. Eine Schiene ist somit häufig ein Baustein eines größeren Behandlungskonzepts.

Wenn Zähne bereits deutlich abgenutzt oder beschädigt sind, wird außerdem geprüft, ob über den Schutz hinaus eine zahnmedizinische Rekonstruktion erforderlich ist. Solche Entscheidungen werden erst nach Stabilisierung und sorgfältiger Planung getroffen.

Funktionsdiagnostik und Schienentherapie in unserer Praxis

Zahnarzt Mohammed Al-Turki absolvierte 2017 einen Workshop zu Funktion, Kiefergelenk, CMD, Myo und HWS an der DentalSchool Hamburg bei Prof. Dr. Rainer Hahn.

In der Zahnarztpraxis im Brunnenviertel werden individuell angepasste Aufbissschienen eingesetzt. Je nach Planung können Schienen analog gefertigt oder 3D-gedruckt werden.

Welche Schienenform, Trageweise und Behandlungsdauer sinnvoll ist, richtet sich nach den festgestellten Beschwerden und Befunden.

Häufige Fragen zur Schienentherapie

Eine Aufbiss- beziehungsweise Okklusionsschiene ist eine individuell angefertigte herausnehmbare Schiene für Ober- oder Unterkiefer. Je nach Diagnose kann sie beispielsweise bei Kiefer- und Kaumuskelschmerzen, bestimmten CMD-Befunden oder zum Schutz der Zähne bei Bruxismus eingesetzt werden.

Eine Schiene kann bei Bruxismus dazu dienen, Zahnsubstanz vor direktem Kontakt und weiterem Verschleiß zu schützen. Je nach Schienentyp und Befund kann sie auch Muskelaktivität oder Beschwerden beeinflussen. Sie beseitigt die Ursachen von Bruxismus jedoch nicht grundsätzlich.

Nicht unbedingt. Kiefergelenkgeräusche ohne Schmerzen und ohne Funktionsstörung sind allein nicht automatisch ein Grund für eine Schienentherapie. Ob eine Behandlung notwendig ist, richtet sich nach zusätzlichen Beschwerden und dem funktionellen Befund.

Das hängt von der Diagnose, dem Schienentyp und dem Therapieziel ab. Manche Schienen werden überwiegend nachts, andere in bestimmten Situationen auch tagsüber getragen. Dauer und Tragezeiten sollten individuell festgelegt und im Verlauf kontrolliert werden.

Beide Herstellungswege können zu individuell angepassten Schienen führen. Der Unterschied liegt vor allem in der Herstellungs- und Fertigungstechnik. Entscheidend für die Therapie sind nicht allein das Herstellungsverfahren, sondern eine passende Indikation, Gestaltung, Passung und regelmäßige Kontrolle.

Bei medizinisch begründeten Kiefergelenks- und Funktionsbehandlungen können bestimmte Aufbissbehelfe zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören. Ob zusätzliche diagnostische oder therapeutische Leistungen übernommen werden, hängt vom konkreten Befund, Versicherungsstatus und Behandlungsumfang ab. Wir klären die voraussichtlichen Kosten vor der Behandlung mit Ihnen.

Kieferbeschwerden oder Zähneknirschen untersuchen lassen

Bei Schmerzen im Kiefer, Beschwerden beim Kauen oder deutlichen Spuren von Knirschen und Pressen untersuchen wir, ob eine individuelle Schienentherapie für Sie sinnvoll sein kann.

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